Standort Möliholzröfi

Zwischen 1997 und 2000 wurde unter anderem die Bienenfauna des Möliholzröfi untersucht – 88 Bienenarten konnten hier nachgewiesen werden, wovon 13 Arten auf der Roten Liste der Bienen der Schweiz stehen. Nicht weniger als 15 Arten kamen im Fürstentum nur in diesem Gebiet vor! 

Es handelt sich um einen extensiven, trockenen und warmen Standort, der durch die Dynamik der Schuttflur geprägt ist und dadurch wertvolle Pionierflächen aufweist. Dennoch sollte die Verbuschung eingedämmt werden, da dadurch für Wildbienen wertvolle Lebensräume schrumpfen. Über die Hälfte der hier vorkommenden Arten nistet in selbst gegrabenen Nestern im sandigen Boden. 

Das Möliholzröfi stellt für die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) einen der wichtigsten Lebensräume im Fürstentum Liechtenstein dar. Mit seinen sandigen Böden bietet das Gebiet wertvolle Nistmöglichkeiten für diese Art. Die Wiesen-Körbchensandbiene (Andrena congruens) konnte im gesamten Land nur im Möliholzröfi und beim Schloss Gutenberg nachgewiesen werden. Die Art gilt als stark gefährdet. Auch die Östliche Felsen-Mauerbiene (Osmia mustelina), welche Blattstückchen des Sonnenröschens (Helianthemum) zur Anfertigung ihrer Brutzellen verwendet, kommt hier vor. Nicht weniger als 6 der 10 Blattschneider- und Mörtelbienenarten leben im Möliholzröfi (siehe Beitragsbild, ©geocaching.com) – die Pyrenäen-Blattschneiderbiene wurde in Liechtenstein nur hier gefunden. Gleiches gilt für die Natternkopf-Mauerbiene (Osmia adunca), welche zur Versorgung ihrer Nachkommen auf den Pollen des Natternkopfs (Echium vulgare) angewiesen ist. Von den 6 in Liechtenstein vorkommenden Arten von Woll- und Harzbienen kommen 5 im Möliholzröfi vor. Darunter auch die Harzbiene (Anthidium strigatum), die freihängende Nester aus Harz anfertigt.